Im Bewusstsein der unterschiedlich trainierten Laufwerke und Pumpen unserer Mitglieder suchten wir eine gut erreichbare Übernachtungsmöglichkeit. Mit dem Bergrestaurant Ebenalp wurde diese auch kurzfrist gefunden und gebucht. Leider nicht ganz dem Motorrad oder dem Auto erreichbar, aber doch wenigstens mit der Seilbahn (und einem Fussmarsch von ca. 3 Minuten).

Nachdem aber nur wenige Teilnehmer die Strapazen einer Alpenwanderung auf sich nehmen wollten oder konnten, entschloss sich die kleine Gruppe, nicht die Seilbahn, sondern die Füsse zu beanspruchen.

Start der Wanderung war Weissbad, 816m ü.M.. Nach einer gemütlichen Marschstunde über sanft geschwundene Hänge

machten wir die erste kleine Pause – Beat hatte sogar heissen Kaffee dabei…….. Anschliessend waren die Höhenlinien auf der Karte dann näher beieinander und der Weg entsprechend steiler. Leicht verschwitzt erreichten wir das Berggasthaus auf 1640m so gegen 14.00 Uhr. Durstlöschen

und Zimmerbezug war angesagt. Nach einer guten Stunde Erholung suchten wir weitere Beschäftigung. Ein kleiner Ausflug durch die Wildkirchlihöhle

zum Restaurant Äscher war gerade richtig (ca. 200 Höhenmeter).

Dem ersten Höhlenkaffee folgten weitere und so verging die Zeit im Fluge. Für das Nachtessen mussten wir dann wohl oder übel wieder hinauf auf die Ebenalp.

Nach kurzem Schlaf (Nachtruhestörung durch Schnarchen) freuten sich alle auf das Frühstück. Nun gings zur Planung des 2. Tages. Die einfachste Wanderung – 2 Minuten zur Seilbahn – wurde schnell verworfen, ebenso der direkte Abstieg zum Seealpsee. Man einigte sich auf die Route Ebenalp – Altenalp – Sattel – Messmer – Seealpsee – Wasserauen.

Trotz einigen grässlichen Abgründen und sonstigen gefährlichen Bergwegen kamen wir alle inkl. Paul nach gut 2 1/2 Stunden gegen Mittag gesund im Berggasthaus Messmer (1613m) an. Hier war eine kleine Verpflegung angesagt.

Da sich unsere Gruppe inzwischen als Extremsportler herausgestellt hatte, entschieden wir uns, nach kurzem Überreden von Paul, anstelle des Abstiegs nach Wasserauen den Aufstieg via Wagenlücke auf den Säntisgipfel zu wagen. Dies hiess weitere 900 Höhenmeter! Anfangs leicht steigend wurde der Weg beim ‚Messmerchämmi‘

und vor der Wagenlücke dann noch einmal eine Herausforderung und wir brauchten doch häufiger den Kriechgang. Umso schöner dann die Aussicht von der Wagenlücke aus.

Nun war es bis zum Säntis nicht mehr allzu weit, zumal man ja das Berggasthaus immer schön als Ziel vor sich sah.

Übrigens – Sonja und die Kinder waren zuerst oben.
Nachdem wir dort unseren ersten, zweiten und dritten Durst gelöscht hatten, fuhren wir mit Schwebebahn, Postauto und Appenzellerbahn zurück nach Weissbad zu unseren Autos um anschliessend in Herisau bei Pasta und Pizza auch die auf über 2100 Höhenmetern verbrauchten Kalorienen wieder einzulagern.